Am vergangenen Wochenende war es wieder so weit: Das Jugendwochenende zum Christ-König-Sonntag fand in Roßbach statt. Ein Angebot für „Neueinsteiger wie für alte Hasen“ und eines der größten Events im Jahresprogramm.

In diesem Jahr lautete das Motto „Wanted: Frieden“ – schließlich ging es im inhaltlichen Teil um Friedensarbeit von 1968 bis heute. Als Zeitzeuge wurde Joachim Garstecki gewonnen, der 1968 in Magdeburg die Stunde der Jugend „Einige Leute loben den Frieden“ im Rahmen von „1000 Jahre Erzbistum Magdeburg“ mitgestaltete – rund 600 Jugendliche nahmen damals teil. Er berichtete zum Start am Freitagabend von der damaligen Aktion. Mit dabei: Sechs damals entstandene Bilder, die noch heute zum Nachdenken anregen und zeigen, wie aktuell auch heute Friedensarbeit ist.

Samstag ging es dann in je dreistündigen Workshops tiefer ins Thema. Vom Betzavta-Workshop „Konflikte gemeinsam gestalten“ über einen Filmworkshop zur Gewaltfreiheit in der amerikanischen Bürgerrechtsbewegung bis zum künstlerischen Gestalten von Friedensvisionen war für jeden etwas dabei. Auch ein Workshop mit Joachim Garstecki und ein Angebot zur Kampagne „Dein Grundgesetz“ war dabei. In den Pausenzeiten war es den Teilnehmenden außerdem möglich, eine aktuelle Ausstellung des Eine-Welt-Netzwerks Sachsen-Anhalt zu betrachten.

„Ich fand die Auswahl der Workshops wirklich gut“, beschreibt der 17-jährige Christoph aus Schönebeck. Calle aus Dessau ergänzt: „Besonders das erlebnispädagogische Angebot im Oberhaus hat mir gut gefallen.“ Dieses nannte sich „Gekriegt und zufrieden“ und setzte sich erlebnisorientiert mit Frieden und Streit im Alltag auseinander. Johanna aus Stendal und Lorenz aus Merseburg meinten zum Workshopangebot insgesamt: „Es ist wichtig, über diese Themen ins Gespräch zu kommen und mal richtig darüber zu diskutieren.“ Referent Stephan Thomas ist mit seinem Medienangebot zu Hatespeech im Netz, bei der später eigene gif-Dateien erstellt wurden, zufrieden: „Die Ideen des Workshops passten prima zum Thema.“

Das wurde auch bei der abendlichen Andacht deutlich, mit welcher der inhaltliche Teil abgeschlossen wurde. Hier wurden die erstellten Dateien sowie die neu entstandenen Bilder präsentiert und eingebunden. Anschließend fand am Abend ein buntes Programm statt. Neben DJ Tim, bei dem zeitweise über die Hälfte aller Teilnehmenden tanzte, wurden mehrere thematisch passende Spielfilme im gemütlich eingerichteten Meditationsraum gezeigt. Außerdem gab es einen Barbetrieb und diverse Spielangebote. Als kulinarisches Highlight wurden Pommes frisch frittiert. Insgesamt also ein neues Konzept, das aber voll aufging: „Es war toll, endlich mal wieder ins Gespräch mit vielen Leuten zu kommen, die man lange nicht gesehen hat,“ beschrieb die 17-jährige Rebecca aus Haldensleben. Einige waren zum ersten Mal bekommen und waren begeistert, auf so viele neue und aufgeschlossene Leute zu treffen: „In unserer Jugendgruppe sind wir nur sehr wenige. Es ist toll, mit so vielen Leuten was unternehmen zu können,“ resümierte der 13-jährige Lukas aus der Pfarrei Querfurt.

Am abschließenden Christ-König-Sonntag fand eine Eucharistiefeier statt, bei der sich manche musikalisch beteiligten. Als Lesung wurde die „Vision des Micha“ gelesen, in der ja auch die Aktion „Schwerter zu Pflugscharen“ ihren Ursprung hat. Auf diese bezog sich Diözesanjugendseelsorger Christoph Tekaath in seiner Predigt und wies darauf hin, dass katholische Jugend den klaren Auftrag hat, den Frieden in die Welt zu bringen: „Gehet hin in Frieden – das heißt nicht, die Kirche kann mich eine Woche lang in Frieden lassen. Ihr sollt gemeinsam den Frieden in die Welt bringen!“

 

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