Kinder und Jugendliche brauchen Perspektiven!

27.04.2021

Auf dem Weg aus dem Lockdown muss Kinder- und Jugendarbeit eine größere Rolle spielen.

Der BDKJ fordert vor dem Bund-Länder-Gipfel die Bundesregierung und die Länder dazu auf, Kindern und Jugendlichen eine Perspektiven zu geben. Eine Öffnungsdebatte, in der Jugendliche erneut nur als Schüler*innen vorkommen ist aus Sicht des BDKJ "nicht mehr tragbar". Es muss endlich auch darum gehen, wann und wie Kinder- und Jugendarbeit und andere außerschulische Bildungsorte wieder Perspektiven bekommen. Gerade mit Blick auf die bevorstehenden Sommermonate braucht es eine klare Willenserklärung der politischen Entscheider*innen.

„Aktuell herrscht große Unsicherheit. Uns erreichen viele Anfragen zur Durchführbarkeit von Ferienfreizeiten und Zeltlagern aus ganz Deutschland. Wir fordern endlich eine Prioritätensetzung für die Entwicklungschancen von Kindern und Jugendlichen und Planungssicherheit für die Jugendverbände vor Ort!“ betont BDKJ Bundesvorsitzende Lisi Maier. „Junge Menschen haben im zurückliegenden Jahr auf sehr viel verzichtet. Gleichzeitig sind sie sehr verantwortungsvoll mit der Situation umgegangen. So haben z.B. Jugendverbände an zahlreichen Stellen im Sommer und Herbst letzten Jahres gute Hygienekonzepte entwickelt. Sie brauchen jetzt eine Zusage von der Politik“, so Maier weiter.

Jugendverbandliche Ferienmaßnahmen sind ein wichtiger Baustein für die Persönlichkeitsentwicklung junger Menschen. Neben Spaß und Freizeit ermöglichen sie Bildungserlebnisse jenseits eines formalen Rahmens. Sie sind Freiräume für Kinder und Jugendliche. „Diese Freiräume brauchen junge Menschen in pandemischen Zeiten mehr denn je!“ sagt Lisi Maier.

Der BDKJ fordert darüber hinaus, dass es anders als bei den Öffnungen im Sommer 2020 deutschlandweit keine Benachteiligung von Ferienfreizeiten gemeinnütziger Träger gegenüber kommerziellen Anbietern geben darf. „Das hat gerade bei vielen Ehrenamtlichen, die sich intensiv damit auseinandergesetzt hatten, wie sie ihre Freizeit möglichst sicher durchführen können, für viel Frust gesorgt“ führt Maier weiter aus. „Aber gerade diese engagierten junge Menschen sind es, die zivilgesellschaftliche Verantwortung übernehmen – vor, während und nach der Corona-Pandemie.“

Pressemeldung vom

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