Roßbacher Elisabethkirche mit "Lebensraum Kirchturm" ausgezeichnet

15.11.2022

links: Unter Anwesenheit von Roßbacher Dorfbewohnern erläutert Nabu-Vertreter Hartmut Spring (Bildmitte) die Idee der Auszeichnung „Lebensraum Kirchturm“.

rechts: Stephan Schmitz-Tekaath, Jugendbildungsreferent in der katholischen Jugendbildungsstätte Sankt-Michaels-Haus, bringt die Plakette „Lebensraum Kirchturm“ an der Roßbacher Elisabethkirche an.

Kirchtürme sind Lebensräume. Nicht nur, dass unter ihnen Woche für Woche Menschen zu lebendigen Begegnungen zusammenkommen. Auch In den Nischen und Löchern der Türme hoch oben brüten, schlafen oder überwintern schützenswerte Tierarten. So ist es auch in der Roßbacher Elisabethkirche, die nun vom Naturschutzbund Deutschland (Nabu) mit der Plakette „Lebensraum Kirchturm“ ausgezeichnet wurde.

Die Roßbacher Kirche gehört zur katholischen Jugendbildungsstätte Sankt-Michaels-Haus im Ort. Vor zwei Jahren wurden im Glockenturm Nistkästen eingebaut für Falken, Eulen und Dohlen – Vogelarten, die als typische Fels- und Gebäudebrüter auf solche Möglichkeiten angewiesen sind. Ein kleiner Beitrag für den Naturschutz. Zehn junge Turmfalken konnten dank dieser Initiative hier bereits schlüpfen und großgezogen werden. Schleiereulen, Waldkäuze oder Dohlen halten sich in der Nähe auf und werden erwartet. Außerdem wurde bereits der Aufenthalt von Zwergfledermäusen nachgewiesen.

Der Nabu-Vertreter für die Stadt Naumburg, Dr. Hartmut Spring, übrigens selbst Roßbacher, überreichte die Plakette stellvertretend für das Sankt-Michaels-Haus, zu dem die Elisabethkirche in Roßbach gehört, an Jugendbildungsreferent Stephan Schmitz-Tekaath. Zahlreiche Roßbacher Dorfbewohner erlebten die Übergabe mit, viele von ihnen besuchen als Mitglieder der evangelischen Dorfgemeinde die Kirche auch regelmäßig.

Kirchengemeinden, die für ihre Kirche auch Nist- und Schlafplätze für Vögel und Fledermäuse schaffen möchten und damit den „Lebensraum Kirchturm“ erwerben möchten, können sich über den Nabu Sachsen-Anhalt an ihren jeweiligen Ansprechpartner wenden: www.sachsen-anhalt.nabu.de

Zurück zur Monitoransicht