Titelbild: Sowas haben wir hier nicht ?!

In der Pädagogik werden Potenziale von Kindern und Jugendlichen oft durch Normierungen „richtiger“ oder „falscher“ geschlechtlicher und sexueller Lebensweisen eingeschränkt – durch Peergroups und bisweilen auch durch die Pädagogik selbst. Dies beeinträchtigt das Selbstbestimmungsrecht aller Kinder und Jugendlichen: Für homo- und bisexuelle sowie trans*- und inter*geschlechtliche Kinder und Jugendliche stellen Diskriminierung, Gewalt sowie Unsichtbarkeit ihrer Lebensweisen eine Einschränkung des Menschenrechts auf Bildung dar.

Aber auch heterosexuelle Mädchen und Jungen können ohne den Druck, stereotyp "richtige" Jungen bzw. Mädchen sein zu müssen, freier leben und besser lernen. Dabei ist auf der Haltungsebene wichtig, dass sozialpädagogische Fachkräfte um die real vorhandene geschlechtliche und sexuelle Vielfalt wissen.

Inhaltliche Schwerpunkte:

  • Kennenlernen verschiedener Dimensionen sexueller und geschlechtlicher Vielfalt und ihrer Bedeutung für die Pädagogik
  • Selbstreflexion und Weiterentwicklung der professionellen Haltung und Analysekompetenz mit fachlichem Austausch
  • Verknüpfung des Themas mit dem eigenen Leben, Erleben und Handeln: „Was geht mich geschlechtliche und sexuelle Vielfalt an?“
  • Weiterentwicklung der eigenen Handlungsfähigkeit
  • Pädagogische Strategien und Materialien für Vielfalt und gegen Diskriminierung
  • Vermittlung von Qualitätsstandards und Einblicke in methodisch-didaktische Herangehensweisen

Termin: 04. – 05.09.2017
Ort: Halle (Saale)
Kosten: 80 Euro

Weitere Informationen zur Fortbildung (Kursnummer: KT602/40) findet ihr hier im Fortbildungskatalog auf Seite 49. Auskunft zur Anmeldung und Organisation gibt es per Mail oder telefonisch bei Katrin Stude unter 0345/ 514- 1640.